60 Tage Ferienglück für 1.600 Kinder

In diesem Sommer ermöglichte die Deutsche Fernsehlotterie 1.600 Jungen und Mädchen aus sozial benachteiligten Familien einen unbeschwerten Urlaub mit pädagogischem Mehrwert.

Rund zwei Millionen Kinder und ihre Familien in Deutschland gelten laut einer aktuellen Studie der Bertelsmann Stiftung als arm, leben von staatlichen Zuschüssen. Der Alltag ist von Verzicht geprägt: Beengtes Wohnen, wenig Geld für gesundes Essen, Bildung, Hobbies oder gar ein Urlaub in den Sommerferien. Besonders gegen diesen Missstand setzte die Deutsche Fernsehlotterie diesen Sommer ein starkes Zeichen. Anlässlich ihres 60. Geburtstages ermöglichte die Soziallotterie im Sommer 1.600 Mädchen und Jungen aus sozial benachteiligten Familien einen Urlaub mit pädagogischem Mehrwert. Insgesamt waren in diesem Jahr 15 Einrichtungen in ganz Deutschland beteiligt.

Besonders in der Ferienzeit bekommen Kinder und Jugendliche zu spüren, was Armut und soziale Ausgrenzung bedeuten. Sie würden wie ihre Freunde und Klassenkameraden gerne verreisen, aber das ist nicht möglich.
Christan Kipper, Geschäftsführer der Deutschen Fernsehlotterie und der Stiftung Deutsches Hilfswerk.

Für Kipper sind die Kinderreisen eine Herzensangelegenheit. Vor zehn Jahren belebte er die Tradition neu. Bereits 1956 bescherte die Fernsehlotterie Kindern aus dem eingeschlossenen Westberlin einen unvergesslichen Urlaub in Westdeutschland. Unterstützung bekommt die Fernsehlotterie dabei von Partnern wie der Kinderkommission des Bundestages, der Town & Country Stiftung und der von Deutschlands größtem Versicherungskonzern getragene „Allianz für Kinder und Jugendliche“.

Damals wie heute leisten wir gemeinsam mit unseren Mitspielern und Partnern einen wichtigen Beitrag für die persönliche Entwicklung junger Menschen und ermöglichen ihnen die Erfahrung dazuzugehören und wertgeschätzt zu werden.
Christan Kipper

In St. Peter-Ording trainierten 30 Jungen und Mädchen mit den Ex-Bundesligakicker Matthias Herget und Wolfgang Sidka. In dem Fußball-Camp trainierten sie gefährliche Torschüsse und Pässe aus der Tiefe des Raumes. „Außerdem bringen wir den Kindern Respekt und Fairplay nahe“, erklärt Herget. Die Mädchen und Jungen nehmen so nicht nur neue Tricks mit nach Hause, sondern etwas für das ganze Leben.

Das gilt auch für den Zwergenhof im hessischen Liebenau-Zwergen. Hier standen die Kinder oft bereits morgens im Stall. „Wir durften die Tiere füttern und sogar kleine Ferkel streicheln“, berichtet die 14-Jährige Kira. Eine Erfahrung, die sie in ihrer Heimatstadt Dortmund kaum gemacht hätte. Auf Schloss Thurn bei Nürnberg bereiteten die Kinder ein Grillfest mit einer Königin vor. Silvia von Schweden würdigte mit ihrem Besuch in dem Feriencamp das soziale Engagement der Deutschen Fernsehlotterie im Rahmen der Kooperation mit der World Childhood Foundation der Königin.

Das Engagement der Fernsehlotterie für sozial benachteiligte Kinder, Jugendliche sowie deren Familien ist nicht nur auf die Ferienzeit beschränkt. So fördert die Soziallotterie bundesweit Projekte in der Jugendpflege, der Präventionsarbeit oder die außerschulische Bildung. Wie notwendig ein solches Engagement ist, zeigt ein Blick auf den Alltag hinter den Armutszahlen.

„Die Kinder müssen anders rechnen als Gleichaltrige, die ausreichend Taschengeld bekommen. Sie können nicht einfach mit ihren Freunden ins Kino gehen“, sagt Rainer Becker, Vorsitzender der Deutschen Kinderhilfe. Nicht selten versuchten sie auch ihre Armut zu verschleiern, indem sie an Aktivitäten gar nicht erst teilnehmen und sich so weiter isolierten.

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