Ferienglück für 1.000 Kinder

In diesem Sommer ermöglichte die Deutsche Fernsehlotterie 1.000 Jungen und Mädchen aus sozial benachteiligten Familien einen unbeschwerten Urlaub mit pädagogischem Mehrwert.

Rund zwei Millionen Kinder und ihre Familien in Deutschland gelten laut einer aktuellen Studie der Bertelsmann Stiftung als arm, leben von staatlichen Zuschüssen. Der Alltag ist von Verzicht geprägt: Beengtes Wohnen, wenig Geld für gesundes Essen, Bildung, Hobbies oder gar ein Urlaub in den Sommerferien. Besonders gegen diesen Missstand setzte die Deutsche Fernsehlotterie diesen Sommer ein starkes Zeichen. 2017 ermöglicht die Soziallotterie im Sommer 1.000 Mädchen und Jungen aus sozial benachteiligten Familien einen Urlaub mit pädagogischem Mehrwert. Insgesamt sind in diesem Jahr 14 Einrichtungen in ganz Deutschland beteiligt.

Besonders in der Ferienzeit bekommen Kinder und Jugendliche zu spüren, was Armut und soziale Ausgrenzung bedeuten. Sie würden wie ihre Freunde und Klassenkameraden gerne verreisen, aber das ist nicht möglich.
Christan Kipper, Geschäftsführer der Deutschen Fernsehlotterie und der Stiftung Deutsches Hilfswerk.

Für Kipper sind die Kinderreisen eine Herzensangelegenheit. Vor zehn Jahren belebte er die Tradition neu. Bereits 1956 bescherte die Fernsehlotterie Kindern aus dem eingeschlossenen Westberlin einen unvergesslichen Urlaub in Westdeutschland. Unterstützung bekommt die Fernsehlotterie dabei von Partnern wie der Kinderkommission des Bundestages, der Town & Country Stiftung und der von Deutschlands größtem Versicherungskonzern getragene „Allianz für Kinder“.

Damals wie heute leisten wir gemeinsam mit unseren Mitspielern und Partnern einen wichtigen Beitrag für die persönliche Entwicklung junger Menschen und ermöglichen ihnen die Erfahrung dazuzugehören und wertgeschätzt zu werden.
Christan Kipper

Auf dem Zwergenhof im hessischen Liebenau-Zwergen, der nicht zum ersten Mal als Fernsehlotterie-Feriencamp Kinder empfängt, stehen diese oft bereits morgens im Stall. „Wir durften die Tiere füttern und sogar kleine Ferkel streicheln“, berichtet die 14-Jährige Kira, die 2016 an den Kinderreisen teilnehmen konnte. Eine Erfahrung, die sie in ihrer Heimatstadt Dortmund kaum gemacht hätte. Ebenfalls wieder dabei ist das Camp auf Schloss Thurn bei Nürnberg. Hier erhielten die Kinder im letzten Jahr hohen Besuch: Gemeinsam mit einer Königin bereiteten sie ein Grillfest vor! Silvia von Schweden würdigte mit ihrem Besuch in dem Feriencamp das soziale Engagement der Deutschen Fernsehlotterie im Rahmen der Kooperation mit der World Childhood Foundation der Königin.

Das Engagement der Fernsehlotterie für sozial benachteiligte Kinder, Jugendliche sowie deren Familien ist nicht nur auf die Ferienzeit beschränkt. So fördert die Soziallotterie bundesweit Projekte in der Jugendpflege, der Präventionsarbeit oder die außerschulische Bildung. Wie notwendig ein solches Engagement ist, zeigt ein Blick auf den Alltag hinter den Armutszahlen.

„Die Kinder müssen anders rechnen als Gleichaltrige, die ausreichend Taschengeld bekommen. Sie können nicht einfach mit ihren Freunden ins Kino gehen“, sagt Rainer Becker, Vorsitzender der Deutschen Kinderhilfe. Nicht selten versuchten sie auch ihre Armut zu verschleiern, indem sie an Aktivitäten gar nicht erst teilnehmen und sich so weiter isolierten.

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